Was man in eine Trauerkarte oder Traueranzeige schreibt
Lesezeit: 2 min · Aktualisiert: 2026-08-21
Wenn jemand stirbt, weiß kaum jemand, was er schreiben soll. Es braucht keinen perfekten Satz – es braucht einen kurzen und ehrlichen. Hier steht, wie er aufgebaut ist, mit Beispielen zum direkten Übernehmen.
Eine Traueranzeige hat drei Teile
Mehr ist wirklich nicht nötig, und in dieser Reihenfolge: wer gestorben ist und wann, wann und wo die Verabschiedung stattfindet, und wer die Anzeige aufgibt.
- In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserer Mutter Maria Neumann, die am 14. März 2026 im Alter von 78 Jahren verstorben ist.
- Die Trauerfeier findet am Samstag, dem 16. März, um 11 Uhr in der St.-Michael-Kirche statt.
- Ihr Ehemann, ihre Kinder und Enkelkinder.
Sätze für eine Beileidskarte
Schreiben Sie kurz. Zwei Zeilen, die nach Ihnen klingen, sind mehr wert als ein abgeschriebener Absatz. Wenn Sie den Verstorbenen kannten, schreiben Sie etwas Konkretes – genau das liest die Familie nach Jahren wieder.
- Mein aufrichtiges Beileid. Ihre Mutter hatte immer ein freundliches Wort für mich.
- Für so etwas gibt es keine Worte. Ich bin da – heute und in einem Monat.
- Ehre seinem Andenken. Ich weiß noch, wie er uns in der Werkstatt Geduld beigebracht hat.
- Es tut mir sehr leid. Er war ein guter Mensch, und das zeigte sich im Kleinen.
- Möge sie in Frieden ruhen. Ihr Lachen vergisst man nicht.
Was man besser nicht schreibt
Vermeiden Sie Sätze, die den Tod erklären oder die Trauer beschleunigen: „Es war seine Zeit“, „Wenigstens leidet sie nicht mehr“, „Du musst jetzt stark sein“. Trauernde brauchen keine Erklärung, sie brauchen Begleitung. Und wenn Sie nicht wissen, was Sie sagen sollen, sagen Sie genau das: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll, aber ich bin da.“
Wenn Sie nicht dabei sein können
Familien leben über Länder verteilt, und nicht alle schaffen es zur Beerdigung. Eine Erinnerung aufzuschreiben und dort zu hinterlassen, wo die Familie sie liest, zählt ebenfalls als Anteilnahme. Genau dafür gibt es eine Gedenkseite: Jeder schreibt von dort, wo er ist, und die Familie liest alles gemeinsam.
Dauert wenige Minuten und kostet nichts.